Osterferienprojekt „Heimat-Detektive“
vom 30.3. bis zum 2.4. im Schloss vor Husum
16 Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren entwickelten an vier Tagen ihre eigene Kriminalgeschichte, aus der dann ein Drehbuch mit Szenen, Dialogen, Regieanweisungen entstehen sollte. Sorgfältig wurden Drehorte, Requisiten, sowie Charaktere der Figuren ausgewählt.
Schließlich war für die „Heimat-Detektive“ ein brisanter Fall zu lösen:
Im Schloss wurde das berühmte Nudelholz mit goldenen Griffen gestohlen, ein wertvolles Erbstück aus dem Jahre 1634, das einst der Herzogin Elisabeth gehörte.
Gleich am ersten Tag in ihrem neuen Detektivbüro erhielten Carla Asmussen und ihr Assistent Friedrich unerwarteten Besuch: Günther Schmidt, der Hausmeister des Husumer Schlosses, stürmte herein und berichtete aufgeregt von dem Diebstahl des berühmten Nudelholzes. Sofort übernahmen die „Heimat-Detektive“ den Fall und begaben sich mit Günther ins Schloss, um den Diebstahl aufzuklären.
Vor Ort begannen die Detektive Carla und Friedrich mit der Spurensicherung, während ihre Praktikanten Maria und Kim nach einer Kaffeemaschine suchen. Doch statt des Diebes entdeckten die Praktikanten Spuren, die sie zurück ins Poppenspäler Museum führten – und dort überraschten sie eine Frau, die gerade das Nudelholz und ein goldenes Kochbuch an ihre Plätze zurücklegten.
Es stellte sich heraus, dass es sich um Gesa Schmidt, Günthers Ehefrau, handelte. Sie hatte die Gegenstände nur „ausgeliehen“, um für ihren Mann zum 60. Geburtstag einen Kuchen nach alter Schloss-Rezeptur zu backen. Günther selbst hatte seinen Geburtstag völlig vergessen!
Aus dem vermeintlichen Kriminalfall wurde eine fröhliche Geburtstagsfeier. Alle sangen dem überraschten Jubilar ein Geburtstagsständchen und die Sängerin trug sogar ein selbst komponiertes Lied vor. So endete der erste Fall der „Heimat-Detektive“ mit einer Überraschung – und einer Geburtstagstorte.
Diese Detektivgeschichte entwickelten die Kinder selbst. Sie überlegten sich dazu passende Charaktere, Dialoge und gestalteten die Filmszenen. An den ersten beiden Tagen wurde geprobt, Texte geschrieben, Rollen gelernt und schon die ersten Szenen gedreht. Immer wieder wurde über den Einsatz passender Requsiten diskutiert oder an einzelnen Dialogen gefeilt, bis endlich im Schloss, im Poppenspäler-Museum oder im Kerker gefilmt wurde. Wie beim richtigen Set wurden wichtige Situationen mehrfach aufgenommen, schließlich ging es um die richtige Kameraeinstellung, die Hauptakteure mussten im Bild sein und auch der Ton musste stimmen. Hoch konzentriert und äußerst dizipliniert arbeiteten die Jungfilmer an ihrem Film. Gemeinsam war es ihnen wichtig, einen tollen Film zu produzieren. Und das ist ihnen wahrlich gelungen!